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21.02.2015, 11:49 Uhr | TF
Vortrag der MHH Hannover durch Herr Prof. Dr. Klintschar
Am 18.02.2015 fand ein durch die FU organisierter Vortrag der MHH Hannover Herr Prof. Dr. Klintschar zum Thema: „Kostenfreie und vertrauliche Dokumentation und Beweissicherung nach häuslicher oder sexueller Gewalt“ in Hameln bei Radio Aktiv statt.

Opfer von häuslicher oder sexueller Gewalt sind in einer körperlichen und seelischen Ausnahmesituation. Insbesondere die Entscheidung, ob eine Anzeige bei der Polizei erstattet werden soll, fällt vielen betroffenen Personen kurz nach dem Ereignis sehr schwer.


Martina Keese dankt Prof. Dr. Klintschar für den informativen Vortrag.
Spuren wie z. B. Fremd-DNA aber auch keine Verletzungen (Blutergüsse usw.) sollten zeitnah gesichert und sachkundig dokumentiert werden, um diese später in einem Strafverfahren einbringen zu können.

Es gibt 2 Möglichkeiten:

Entweder das Opfer möchte sofort eine Anzeige bei der Polizei erstatten und wendet sich direkt an die Polizeidienststelle in ihrer Nähe. Dann werden alle notwendigen Schritte eingeleitet.

oder

Das Opfer ist sich unsicher, ob es schon jetzt eine Anzeige bei der Polizei erstatten möchte. Dann kann sich das Opfer  direkt an eine Untersuchungsstelle des Netzwerkes Pro Beweis  wenden und einen Untersuchungstermin zur Verletzungsdokumentation und Spurensicherung  vereinbaren oder an eine Opferunterstützungseinrichtung, die das Opfer über das Netzwerk ProBeweis und auf die Vorteile einer Untersuchung beraten kann. Wenn man sich später zu einer Anzeige bei der Polizei entschließt, informiert das Opfer die Polizei, das bereits eine Untersuchung stattgefunden hat, damit diese mit der Untersuchungsstelle Kontakt aufnehmen kann.  

Ein sehr informativer Vortrag mit anschließender Fragestunde, die auch rege genutzt wurde.


Projekt  "Netzwerk ProBeweis"

Sie können die Projektkoordination erreichen unter:

0511-532 5533 Hannover ProBeweis@mh-hannover.de

0176-1532 4572 Oldenburg ProbBeweis-ol@mh-hannover.de

Infos unter www.probeweis.de